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ahlener-zeitung.de - Erneute Hausverlosung: Exklusives Eigenheim für 99 Euro? - 16.01.2012

Münster-Hiltrup - Erneute Hausverlosungsaktion in Hiltrup-Ost: Für 99 Euro kann ein Freund des Glücksspiels Eigentümer eines schmucken Einfamilienhauses samt Einliegerwohnung an der Rubensstraße werden. Voraussetzung: Es muss sein Los sein, das sich am Ende der Aktion bei der Losziehung gegen 11 998 Mitkonkurrenten durchsetzt.

Macht Summa summarum 1,2 Millionen Euro, die sich Jutta und Heinz Rüdiger Borchert als Gegenwert für ihr Eigenheim erhoffen, zum offiziell festgelegten Verkehrswert von 855 000 Euro natürlich keine unerhebliche Differenz. Aber, so Borchert, die entstehenden finanziellen Aufwendungen bei der Aktion, wie zum Beispiel die fälligen Steuern und die nicht unerheblichen Anwaltskosten machten schon eine recht beträchtliche Summe für sie aus. Nein, verdienen werde man an der Sache nichts.

Seis drum, der 67-Jährige hat aus der Kapitulation seiner Nachbarin Meggi Erwig vor der deutschen Rechtsprechung bezüglich Hausverlosung gelernt und gleich die ganze juristische Abwicklung nach Österreich verlegt. Die Angelegenheit liegt mit allem Zipp und Zapp in den Händen eines Anwalts in Schärding. Alles sei juristisch einwandfrei, so Borchert. Zudem sorgt der neue Glücksspielstaatsvertrag, der in fast allen Bundesländern unterzeichnet worden ist, für eine gesichertere Position. Denn private Verlosungen sind jetzt zulässig.

Investiert haben die Borcherts auch in Werbemaßnahmen. Sehr professionell ist die Website gestaltet. Borchert weiß um die Wichtigkeit, die Öffentlichkeit zu erreichen. „Da ist eine Hausverlosungsaktion einmal im Frühstücksfernsehen vorgestellt worden, am nächsten Tag waren 3000 Lose verkauft“.

Bis zum 15. November besteht Gelegenheit, sich als Loskäufer registrieren zu lassen. Das Risiko , so Borchert, sei doch wirklich gering und wenn man sich dann überlege wie viel Geld die Leute regelmäßig beim Lottospielen ausgeben würden, bei wirklich ganz kleiner Gewinnchance. . .

Alle Bemühungen des Ehepaares, das schon eine gewisse Exklusivität ausstrahlende Haus auf dem normalen Weg zu verkaufen, waren fehlgeschlagen. „Bei der Preislage ist die Luft dünn“, erklärt der Hiltruper. Wenn überhaupt, dann wurden ihnen im Höchstfall 500 000 Euro geboten. „Und verschenken wollten wir unser Haus nicht.“ Jetzt wird es verlost.

zur Verlosung

 

Gefunden auf ahlener-zeitung.de 16.01.2012

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